[Textbooks] Verkehr. Zu einer poetischen Theorie der ModerneAutor Johannes Roskothen – Entrecielos.co

Baudelaire hatte die zivilisatorische und sthetische Moderne als fl chtig, transitorisch und kontingent charakterisiert Alle drei Merkmale verdichten sich im Vorstellungsbild Verkehr , das mithin eine zentrale Wahrnehmungsfigur der Moderne darstellt Ebenso wie die neuen Formen der Massenunterhaltung und der Reklame ist die Dynamik auf dem Stra enpflaster unwesentlich, aber gerade die unwesentlichen Teile der Lebens welt bauen den Menschen um, dezentrieren die alteurop ischen Ideokratien Musil und revolutionieren die K nste In zahlreichen Texten der Avantgarden repr sentiert der Stra enverkehr umfassende topographische, soziale und psychische Delokalisierung Feierte der Futurismus den kinetischen Rausch elit rer Piloten und Chauffeure, so bieten neusachliche Romane Ansichten einer demokratisierten Teilhabe an den turbulenten Zirkulationssystemen der Metropolen das massenhafte Verkehrstreiben auf dem Asphalt gerinnt umzu Bildern eines leerlaufenden, sich selbst gen genden Kreisverkehrs Aus dem Inhalt I VERSUCH, DIE MODERNE ALS VERKEHRSZUSTAND ZU DENKENVerkehr Zivilisatorischer BefundVerkehr Kultureller BefundKulturtheorie des Verkehr en sEn avant, die Literaten Zur Genealogie des Topos VerkehrVerkehr im Text Poetologische Aspekte II POETISCHE VERKEHRSIMAGINATIONEN DER METROPOLEschickt keinen Poeten Berichte zur Londoner Verkehrslage vor Retrospektive Die Verkehrstechniken der gro en StadtVerkehrsbeben in Megalopolis Avantgardistische Stra enblicke III TROTTOIR ROULANT BERLINS LITERARISCHE VERKEHRSMODERNEFunktion im Hohlraum Berlin als transitorische Benutzeroberfl cheBerliner Verkehrsromane der Neuen Sachlichkeit